Kurzbericht der Kundgebung

am 21. August 2011 in Ziegenhals

 

Es sprach: Leo Kuntz 

Mitglied der Lagergemeinschaft Buchenwald-Dora und Sohn von Albert Kuntz (Teilnehmer der „Ziegenhalser Tagung“ und Widerstandskämpfer)

Leo Kuntz (re.) während seiner Ansprache in Ziegenhals, am 21. August 2011


Seine eindrucksvolle Rede kann hier herunter-geladen werden:

        RedeLeoKuntz.pdf

 

Anlässlich des 67. Jahrestages der Ermordung Ernst Thälmanns fand am Sonntag, dem 21. August 2011, eine Gedenk- und Protestkundgebung vor der geschändeten und zertrümmerten „Ernst-Thälmann-Gedenkstätte“ Ziegenhals (Ortsteil von Niederlehme), Seestrasse 27, statt. Mit über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern setze der Freundeskreis zusammen mit seinen Freunden und Sympathisanten die Kontinuität des Gedenkens und des Protestes in Ziegenhals-Niederlehme fort. Es war die vierte Kundgebung nach dem Schandakt der Zerstörung der Ernst-Thälmann-Gedenkstätte, unter Duldung der Landes-regierung und aller politischen Verantwortlichen - gegen den Protest vieler Tausender Menschen aus dem In- und Ausland.

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Kundgebungen

Zudem überbrachte Dr. Eva Ruppert Grußworte aus Frankreich von Desiree Marlè, vom internationalistischen Solidaritätskomitee (CISC). Ringo Ehlert überbrachte die solidarischen Grüße der vornehmlich jungen Teilnehmer/-innen des KAZ-Sommercamps „Anton Makarenko“.

Wir möchten an dieser Stelle auch noch auf die hervorragende Rede von Bruno Mahlow (u. a. Mitglied des Ältestenrates der Partei Die Linke) vom 20. August 2011 hinweisen, die er auf der Gedenkveranstaltung anlässlich des Jahrestages der Ermordung Thälmanns vor dem Ernst-Thälmann-Denkmal in Berlin gehalten hat.

         RedeBrunoMahlow.pdf

Den kulturellen Beitrag lieferte: Ernst Schwarz, Politischer Liedermacher und Sänger aus Frankfurt am Main: ernestoschwarz@t-online.de

Der Kampf ist mit der Schleifung der Ernst-Thälmann-Gedenkstätte nicht beendet. Der Freundeskreis hat sein gesamtes Eigentum, die Ausstellung der Ernst-Thälmann-Gedenkstätte, mitsamt dem Boot „Charlotte“. Die Ausstellung wurde 2009 in einer Nacht-und-Nebel-Aktion aus der Gedenkstätte, ohne Zustimmung oder Konsultation des Freundeskreises, ausgeräumt. Dies war nichts anderes als eine Abrissvorbereitung. EIn Jahr später wurde die Gedenkstätte geschändet, zerstört und abgerissen.

Der Freundeskreis wird sich bemühen, die Ausstellung so schnell wie möglich wieder der Öffentlichkeit zu zeigen. Sie wurde der Öffentlichkeit zwei Jahre durch die Stadt und sieben Jahre durch den Eigentümer des Grundstücks, dem Ministerialbeamten aus Brandenburg a.D., vorenthalten. Indes geht unsere Wanderausstellung weiter durch das Land. Sie befindet sich zur Zeit in Mannheim und geht bald auf ihren Weg nach Wien, dann Nürnberg und Fürth.

Teilnehmer der Kundgebung in Ziegenhals: vorderste Reihe, v.l.n.r.: Eva Ruppert, Ruth und Heinz Keßler, Kurt Gossweiler















Leo und Leopoldine Kuntz am 21.8.2011                Teilnehmer/-innen der Kundgebung in der Seestr.