Dokumentation einer öffentlichen Debatte

Der Hobbyhistoriker und selbsternannte Regionalforscher/-historiker Fred Bruder hat kurz nach Beginn des Abrisses der Ernst-Thälmann-Gedenkstätte im Mai 2010 eine Email verfasst, in der er neben einigen Anfeindungen, den Freundeskreis beschuldigt, selbst schuld an dem Abriss zu sein. Er hat diese Email an die Tageszeitungen Neues Deutschland (ND), an die Märkische Allgemeine (MAZ), sowie an die Partei Die Linke Kreisvereinigung Dahme-Spreewald und an uns, den Freundeskreis am 5. Mai 2010 gesandt. Er hat, vor allem mit der Zusendung an mehrere (sichtbare) Empfänger, eine öffentliche Debatte begonnen, die wir hier dokumentieren. Fred Bruder wurde 1997 durch einen einstimmigen Vorstandsbeschluss auf einer Mitgliederversammlung (beinahe einstimmig) aus dem Freundeskreis ausgeschlossen. Seitdem versucht er durch Vorwürfe und Anschuldigungen, durch das Servieren von "Enthüllungen" und sog. "neuester Erkenntnisse" -- meist sowieso nur in der hauseigenen Küche zubereitet -- die Arbeit des Freundeskreises zu diskreditieren. Gegen den Abriss hat er sich stets nur halbseiden geäußert. Gegen Gerd Gröger, dessen Machenschaften, hat er noch nie ein wirklich entschiedenes Wort gefunden. Auf unseren Kundgebungen stört er anhaltend, Teilnehmerinnen und Teilnehmer fühlen sich belästigt, weil er sie in Gespräche verwickeln will. Bei all dem dreht sich bei ihm alles vor allem nur um Einen: um sich selbst, um Fred Bruder - den Hobbyhistoriker.

Jetzt erlaubt sich dieser Herr Bruder uns, dem Freundeskreis, vorzuwerfen, dass die ganze Schuld für die Zerstörung und den Abriss der Ernst-Thälmann-Gedenkstätte bei uns läge. Die eindeutigen wirtschaftlichen Interessen Grögers, gepaart mit antikommunistischen Zerstörungswillen gegenüber einer gesellschaftlich und historisch wichtigen Gedenkstätte übersieht er scheinbar bewusst. Also nicht mehr der Täter und seine passiven und aktiven Helfershelfer sind schuld, sondern wir und damit auch all die Tausend Menschen weltweit, die uns in unserem Kampf unterstützten, die unsere Losungen und Vorschlägen seit 20 Jahren geteilt haben. Welche Blüten treibt da Bruders Profilierungssucht, sein Drang zum "Zeitgeist" und zum politischen "Mainstream".

Wir hatten weitaus besseres zu tun als auf seine Provokationen zu reagieren. Schliesslich hatten wir angesichts der Passivität und Untätigkeit der Landesregierung sowie letztlich aller politischen Verantwortlichen, insbesondere seit 2002, genug damit zu tun, als kleiner Verein, einen kontinuierlichen, entschlossenen, nichts schuldig bleibenden Kampf und Protest für das antifaschistische Kleinod in Ziegenhals zu führen.  Jetzt halten wir die Zeit für gekommen, auf sein Geschreibsel zu antworten.

Unsere gestellten Fragen blieben von ihm jedoch unbeantwortet, stattdessen erhalten wir und andere juristische Drohungen. Wir werden weiter informieren.

Wir beginnen mit dem jüngsten Beitrag von Prof. Dr. Horst Schneider aus dem Rotfuchs danach dokumentieren wir ein Beitrag des Genossen Richard Corell und dokumentieren des Weiteren Fred Bruders Brief, unsere Antwort und weitere Briefe.

Alle Texte sind unverändert und im Original wieder gegeben.






Der Mops und der Mond

Ein ND-Verriß, der an Thälmann nicht zu kratzen vermag


Nicht nur der „RotFuchs“-Leser weiß: Wenn ein „Held der friedlichen Revolution“ wie Lothar de Maizière seine Legenden vorgestellt hat, kommt das am Abend in den Fernseh-Nachrichten. Wenn Leute wie Sarrazin ihren braunen Sud ablassen, werden sie binnen weniger Tage zu Bestseller-Autoren. Die meisten Medien kennen ihre Rolle im Spiel. Aber was geschieht, wenn ein zweibändiger Thälmann-Report erscheint? Wer hat da in einer überregionalen großen Tageszeitung einen Bericht gefunden?

Das Schweigen im Walde hat Gründe. Die Ideologen der Bourgeoisie sehen auch im toten Thälmann ihren Feind und eine Gefahr wie einst Hitler und Himmler im lebenden Arbeiterführer. Nach 1990 suchten die neuen Machthaber jede Erinnerung an Thälmann auszulöschen. 2010 ließen sie sogar jene Gedenkstätte in Ziegenhals bei Berlin schleifen, wo er zum letzten Mal vor seinen Mitkämpfern gesprochen hatte.

Was beunruhigt die Politiker und Politikaster im Dienste der herrschenden Klasse bei Thälmann am meisten? Georgi Dimitroff sah in ihm die Verkörperung der revolutionären Theorie, „die sich in unmittelbarem Zusammenhang mit der revolutionären Praxis des kämpfenden Proletariats formiert“. Zum anspornenden Erbe Thälmanns gehören sein Beitrag zur Herausbildung einer marxistisch-leninistischen Partei mit Masseneinfluß in Deutschland und sein kühnes Auftreten als kommunistischer Präsidentschaftskandidat gegen die im Jahre 1932 drohende faschistische Machteroberung sowie sein Beispielgebendes Verhalten in den Kerkern der braunen Diktatur. Könnten das vielleicht Gründe dafür sein, daß Ernst Thälmann in der „Ahnengalerie“ des Programmentwurfs der Linkspartei nicht einmal Erwähnung findet? Wie ich rein zufällig erfuhr, wird Thälmanns Leben und Kampf übrigens sogar in den Lehrbüchern des fernen Äthiopien gewürdigt.

Warum also nicht bei uns? Kurz nach dem Erscheinen des „Thälmann-Reports“, den Eberhard Czichon und Heinz Marohn mit Unterstützung Ralph Dobrawas im Verlag Wiljo Heinen herausbrachten, veröffentlichte das ND eine Besprechung unter der recht abfälligen Schlagzeile „Kein Held ohne Fehl und Tadel“. Zunächst ist zu bemerken, daß sich Thälmann selbst nie als ein solcher gesehen hat. Wer von den Älteren kennt nicht seinen „Brief an einen jungen Kerkergenossen“?

Verfasser der ND-Rezension ist ein gewisser Fred Bruder – manchen Verteidigern der Gedenkstätte Ziegenhals in unguter Erinnerung. Dessen Beitrag endet mit den Worten: „Damit keine Mißver-ständnisse aufkommen: Czichon und Marohn bieten keinen Thälmann ohne Fehl und Tadel. Dennoch drängt sich dem Leser der Eindruck auf, hier soll ein überwundener Heldenmythos wiederbelebt und fortgeschrieben werden.“

Da wäre so manches zu hinterfragen: Woher will Herr Bruder eigentlich wissen, welchen Eindruck „der Leser“ vom Report hat? Warum darf nur er darüber bestimmen, was andere darüber denken? Und was heißt „überwundener Heldenmythos“? Darf die Linkspartei, der das ND bekanntlich nahesteht, etwa keine Vorbilder haben? Und wenn doch – warum dann nicht Thälmann? Bruder fragt die Autoren, ob „ein realistisches Thälmannbild“ garantiert sei. Sehen wir uns seinen Beitrag dazu etwas genauer an. Der Hobby-Historiker wählt drei Episoden aus Thälmanns Leben und Kampf aus: Erstens die „Wittorf-Affäre“, welche die Verfasser des Reports als einen „Konflikt“ betrachten. Es handelte sich um die Unterschlagung von Parteigeldern durch den Hamburger KPD-Funktionär Wittorf, die 1928 aufgedeckt und von den bürgerlichen Medien und einigen parteiinternen Widersachern Thälmanns benutzt wurde, um den KPD-Vorsitzenden loszuwerden. Stalin stellte sich damals  an die Seite Thälmanns. Aus dem Sachverhalt, den die beiden Verfasser sorgfältig recherchiert haben, macht Herr Bruder „eine Zäsur nicht nur im Leben Thälmanns, sondern in der Geschichte der KPD“.

Zweitens läßt sich der ND-Rezensent über sein Lieblingsthema aus, ob die Zusammenkunft in Ziegenhals am 7. Februar 1933 eine ZK-Tagung oder „nur“ eine Funktionärskonferenz gewesen sei.

Hing etwa von der vollzähligen Anwesenheit aller ZK-Mitglieder die Bedeutung dieser Beratung ab, die bekanntlich unter Bedingungen der Illegalität stattfinden mußte? Übrigens protestierte Herr Bruder mit keinem Wort gegen die Zerstörung der Gedenkstätte!

Drittens versteigt sich B. zu der unbewiesenen Behauptung, Stalin trage Mitverantwortung an Thälmanns Tod. Er wischt die gründlich geprüften Tatsachen einfach vom Tisch und folgt durchsichtigen Zwecklügen. Den folgenden Satz sollte sich der Rezensent patentieren lassen: „Dieser Mord gehörte zur Überlebensstrategie der Nazis.“ Vielleicht findet er auch noch eine „Strategie“, die es gebietet, den toten Thälmann mit der Elle professioneller Antikommunisten zu messen?

Bruder tadelt, daß der Report „von zwei in die Jahre gekommenen Historikern“ geschrieben worden sei, „die bis zu dieser Publikation weder über Thälmann noch über die KPD geforscht“ hätten. Das sind erstaunliche „Argumente“! Ist für den „Thälmann-Forscher“ Bruder Alter etwa eine Schande? Gilt es nicht eher zu rühmen, wenn zwei marxistische Historiker zehn Jahre ihres Ruhestandes dazu nutzen, um die Biographie und das Lebenswerk Thälmanns – dieses großen deutschen Arbeiterführers – gegen

Fälschungen und Schmähungen zu verteidigen? Hat Herr Bruder schon den Schatz gehoben, der in den 3860 Anmerkungen des Reports steckt? Ahnt er auch nur das Maß der dort investierten Arbeit?

Herr Bruder hatte den Auftrag zu seiner Besprechung im ND schon volle zwei Jahre vor dem Erscheinen des Werkes von Czichon und Marohn in der Tasche. Warum wurde eigentlich gerade er dafür ausgesucht?


Prof. Dr. Horst Schneider

(aus: RotFuchs, Dezember 2010, Seite 13) 

Dezember 2010: Beitrag von Prof. Dr. Horst Schneider aus Rotfuchs

Dokumentiert 3. Juni 2010: Fred Bruders Antwort an die kommunistische Initiative, die er uns in Kopie ebenfalls zusandte.

Da Sie, meine Damen und Herren vom Vorstand des Freundeskreises, einen wahrscheinlich nicht unbedeutenden Anteil haben an den verbreiteten Falschinformationen über mich und meine nüchtern-kritischen Feststellungen, gebe ich Ihnen meine Antwort zur Kenntnisnahme und hoffe auf ein Beachten darin enthaltener Hinweise über Umgangsformen miteinander.


Danke!

Fred Bruder, Berlin.



From: XXX@XXX.de

To: XXX@XXX.de

Subject: Auslassungen Ihrerseits über mich

Date: Thu, 3 Jun 2010 11:27:23 +0200


Sehr geehrte Damen und Herren von der Kommunistischen Initiative,


ich habe Ihre Auslassungen über meine Person zur Kenntnis genommen, will diese auch nicht weiter kommentieren, weil ich - fernab jeder mir angedichteten Profilierungsneurose - mich im Unterschied zu anderen an Fakten und Aussagen halte. Vermeiden Sie aber bitte bei Ihren Auslassungen jede an juristische Dimensionen grenzenden Dinge, da wir uns sonst andernorts wiederfinden werden. Auch könnte man auf die Idee kommen, dass Sie nach Gerd Gröger nun nach neuen Feindbildern suchen und sich diese ausgucken ... Andernfalls hätten Sie meine antifaschistischen Initiativen zumindest überhaupt mal benannt, so wie dies das brandenburgische "inforiot" auf seinen Internet-Seiten zumindest regelmäßig tut.


Nun noch ganz kurz drei Richtigstellungen:


1997 bin ich nicht einstimmig, sondern mehrheitlich (bei drei Gegenmstimmen und einer Enthaltung) aus dem Frweundeskreis mit zweifelhafter Begründung einfach von dort rausgeworfen worden. Ich habe mich damit abgefunden, da man es sprichwortgemäß nicht allen recht machen kann, nicht aber abgefunden mit dem, was sich um die Gedenkstätte Ziegenhals - vorher schon und seither noch mehr - rankte. Das betrifft Gerd Grögers Handeln  wie auch das anderer.


Weiterhin ist unwahr, ich hätte dem Freundeskreis vorgeworfen, "dass die ganze Schuld für die Zerstörung und den Abriss der Ernst-Thälmann-Gedenkstätte bei uns läge". So jedenfalls geben Sie meinen Satz aus dem Schreiben an den Freundeskreis wieder, der da richtig aber lautet: "Deshalb (wegen des nun erfolgten Abrisses des früheren Sporthaus Zigenhals als historischer Ort - F.B.) bleibt mir nur, nüchtern festzustellen, dass auch ich - wie übrigens alle, die ein Gedenken erhalten wissen wollten - wir alle nun verloren haben und vor Ort gescheitert sind. Ich beziehe mich in jenen Teil ein, der, wie Thomas Nord heute im ND zitiert wird, eine 'kritische Würdigung des damaligen Geschehens am authenmtischen Ort' sich zum Ziel gesetzt hat und es auch durchsetzen wollte." Fragt sich also wer da wohl welchen Neigungen nachhängt und sie rücksichtslos auslebt ... Nun aber sind vielmehr richtige Konzepte und Vorstellungen gefragt.


Und ich arbeite mit der Europäischen Linken zusammen, um den jetzt markierungsfreien und für Uneingeweihte bald nicht mehr erkennbaren Ort in Ziegenhals dauerhaft zu markiernen. Sieht so das von Ihnen in der anfangs erwähnten Mitteilung geschmähte "Tiefsinken" anderer, auch ehemaliger Mitstreiter aus???


Neurosefrei grüßend verbleibt

Fred Bruder aus Berlin.

August 2010: Beitrag von Richard Corell

Zur öffentlichen Debatte erreichte uns ein Beitrag des Freundes und Genossen Richard Corell (Publizist und Buchautor)


Herr Bruder macht die Verteidiger der Ernst-Thälmann-Gedenkstätte zu Mitverantwortlichen der Zerstörung eben dieser Gedenkstätte. Als Begründung führt er an, dass die Verteidiger der Gedenkstätte starr an deren ursprünglicher Konzeption festgehalten hätten. Wenn man nur dem Herrn Bruder gefolgt wäre, der die Gedenkstätte an die „Wahrheit“ (oder ist es doch nur der „Zeitgeist“?) anpassen wollte, dann würde die Gedenkstätte heute noch erhalten sein, ein Herr Gröger wäre niemals auf den Gedanken gekommen, sich diese Bruder-Stätte anzueignen und die Regierung Schönbohm und Co. hätte die Entwicklung der „Regional“-Historiker großzügig und ganz brüderlich gefördert. Aber gehört nicht auch die Darstellung E. Thälmanns , wie sie in der DDR gepflegt wurde -  sie mag einem passen oder nicht –unzertrennlich zur Authentizität dieser Gedenkstätte? Herr Bruder mag seinen entgegengesetzten Standpunkt veröffentlichen, wo er mag. In einer Gedenkstätte, die über Jahrzehnte Bezugspunkt für viele DDR-Bürger und für zahllose Antifaschisten aus dem Ausland war, hatten Eingriffe eines Herrn Bruders oder anderer Wahrlüger vom Schlage Kinner et.al. nichts zu suchen. Die Zurückweisung seiner ach so brüderlichen Ratschläge lässt bei Herrn Bruder die gekränkte Eitelkeit wachsen und ihn auf die einzig wirklich Standhaften einschlagen.

Muss er sich nicht dagegen selbst fragen lassen, welche Rolle er gespielt hat, um die Verteidigung der Gedenkstätte zu schwächen. Seine Denunziation der Arbeit des Freundeskreises, seine Denunziation der Gestalter der Ausstellung  in Ziegenhals, seine Denunziation von Wilhelm Pieck, dem Mitbegründer der Gedenkstätte,  und schließlich seine Denunziation von Ernst Thälmann als „Stalinist“. Da ist dann die Schlussfolgerung nicht mehr weit, dass Thälmann eigentlich recht geschehen ist mit Verhaftung und schließlich Ermordung durch die Nazis. Von solchen Brüdern hat die Linke und DIE LINKE wahrlich genug gesehen und wehe der Historie, ob lokal, national, regional, die von solchen Herolden verkündet wird.

Der große österreichische Satiriker Ferdinand Raimund hat ihn schon vor bald 200 Jahren durchschaut:

Brüderlein fein, Brüderlein fein,
mußt mir ja nicht böse sein;
Brüderlein fein, Brüderlein fein,
mußt nicht böse sein.
Scheint die Sonne noch so schön,
einmal muß sie untergehn.
Brüderlein fein, Brüderlein fein,
mußt nicht traurig sein.

Brüderlein fein, Brüderlein fein,
wirst mir wohl recht gram jetzt sein.
Brüderlein fein, Brüderlein fein,
wirst recht gram mir sein!
Hast für mich wohl keinen Sinn,
wenn ich nicht mehr bei dir bin?
Brüderlein fein, Brüderlein fein,
mußt nicht gram mir sein.

Brüderlein fein, Brüderlein fein,
wirst doch nicht so kindisch sein.
Brüderlein fein, Brüderlein fein,
mußt nicht kindisch sein!
Geb' zehntausend Taler dir,
alle Jahr bleibst du bei mir.
Brüderlein fein, Brüderlein fein,
bleibst du wohl bei mir?


Brüderlein fein, Brüderlein fein,
du wirst doch ein Spitzbub sein.
Brüderlein fein, Brüderlein fein,
wirst ein Spitzbub sein!
Willst du nicht mit mir besteh'n,
nun, so kannst zum Teufel geh'n!
Brüderlein fein, Brüderlein fein,
kannst zum Teufel geh'n!

Brüderlein fein. Brüderlein fein,
sag mir nur, was fällt dir ein?
Brüderlein fein, Brüderlein fein,
sag, was fällt dir ein?
Geld kann vieles in der Welt,
Jugend kauft man nicht ums Geld.
Brüderlein fein, Brüderlein fein,
's muß geschieden sein.

Brüderlein fein, Brüderlein fein,
zärtlich muß geschieden sein,
Brüderlein fein, Brüderlein fein,
s' muß geschieden sein.
Denk manchmal an mich zurück,
schimpf nicht auf der Jugend Glück.
Brüderlein fein, Brüderlein fein,
schlag zum Abschied ein.

Sehr geehrte Damen und Herren des Freundeskreis-Vorstandes,


seit 1997/98 führen Sie die Auseinandersetzung mit mir - und sei es mit Äußerungen am Rande des juristisch Erlaubten. Ist es da vermessen, wenn ich mich nun kritisch an Sie als Mitverschulder des Ziegenhals-Abrisses wende? Wobei ich doch schon in den 1990er Jahren an der Bildung einer Geschichtskommission für konzeptionelöles Arbeiten an der Ziegenhals-Ausstellung mitwirkte, die Ihr damaliger Vorstand bewusst hat sterben lassen. Ich nenne nur Dr. Hans Maur und Dr. Günter Wehner - wenn Sie mich und meine in fast einem halben Dutzend Schriften, die jedermann zugänglich sind den Internet-Lesern schon verschweigen (warum tun Sie das eigentlich und verschweigen deren Inhalte wie auch mein Wirken für "Stolpersteine" des Gedenkens im LDS- und LTF- Kreisgebiet???). Deshalb nur kurz: Ich halte mich - entgegen Ihrer Behauptung - an Fakten und Quellen, sowohl beim historischen Geschehen als auch bei meinen Kritiken (siehe die Fußnoten und Quellenangaben in meinen Schriften). Aber natürlich gehe ich gegen Verharmlosungen des Faschismus ebenso vor wie gegen Glorifizierungen von antifaschistischem Handeln. Das ist sicher der Hauptunterschied zwischen Ihnen und meiner Wenigkeit und wird es wohl auch immer bleiben, wie ich Ihrem kleinlichen, sich selbst weit überschätzenden und meine Person diffamierenden Schreiben entnehme. Ziegenhals darf nicht vergessen, aber auch nicht diskreditiert und nicht überhöhht werden, ist meit Motto!!!


Freundlich grüßend verbleibt

Fred Bruder, Regionalhistoriker.

Dokumentiert: Fred Bruders Brief vom 5. Mai 2010 an ND, MAZ, Die Linke und den Freundeskreis (screenshot)

Dokumentiert: Antwort des Freundeskreises (6. Mai 2010)

Dokumentiert: Fred Bruders Antwort an den Freundeskreis (1. Juni 2010)